Jazz & The Edge Of The Plate: Vom Funkeln der Randbereiche

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files/jazzbuero/Nachrichten/Jazz & The Edge 2013.jpgWenn es draußen kalt wird, blühen nur die wilden und mutigen Pflanzen. Im Falle des JAZZ & THE EDGE OF THE PLATE-Festivals faltet sich die Blüte wieder gleich an zwei Tagen auseinander. Freier Jazz! Improvisierte Musik! Funkelnde Randbereiche! 2012 haben Harald Retzbach und Ale Dumbsky den Topf das erste Mal gegossen und herauskam eine zweitägige Plattform für freie und improvisierte Musik. ''Neben dem letztjährigen Line-up mit dem DHONAU DABROCK DUO, SVEN KACIREK, TISCH 5, dem ENSEMBLE DU VERRE, HOSHO und SZSCH, haben wir uns insbesondere über die nicht ausgewiesenen Jazz Fans gefreut, die den Laden an beiden Tagen voll gemacht haben.'', resümmieren Harald und Ale die Premiere im letzten Jahr.

Curious CaseWeil deshalb nichts, aber absolut gar nichts, dagegen sprach, machen sie den Topf auch dieses Jahr warm. Die Anliegen bleiben die gleichen: Abbau von Schwellenängsten, neue Möglichkeiten Jazz in Hamburg zu präsentieren und, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, den aktuellen Entwicklungen (u.a. Schließung des BIRDLANDs), entgegen zu wirken. Am 22. und 23. November hält das Golem seine Bühne für eine Mischung aus ortsansässigen und internationalen Künstlern bereit und es gibt gleich sechs gute Gründe die Tür aufzumachen:

Freitag 22.11:

1. TUMORCHESTER (Hamburg): Das experimentelle Quintett (zwei Geigen, ein Saxophon, Bass und Schlagzeug), mit den Elementarteilchen Jazz, Punk, Irgendwie-Rock und Noise. Ihre aktuelle Platte haben sie “Melodien für Selbstabholer“ getauft.

2. REINCKE/HUGHES/POPPLE (Hamburg): Das Trio, auf Bariton- und Sophransaxophon, Bassklarinette und Schlagzeug verteilt, widmet sich in seinem Set dem lebendig-halten der Kompositionen von The Trio. Einer Band, die zu besseren Zeiten als selbstständigste europäische Band überhaupt galt und die merkwürdigerweise und aus schreiender Ungerechtigkeit in Vergessenheit geraten ist.

3. MASSOUD GODEMANN TRIO (Hamburg): Wer ein Konzert von Massoud Godemann besucht, wird überwältigt
sein, wie bedacht und auch immer neu gedacht die Musik des Gitarrenvirtuosen daher kommt. Dieser Jazz ist frisch und lebendig, und möchte jenseits vorgegebener Gewissheiten erfahren werden.

 

Samstag 23.11.:

4. THE LOW END (Hamburg): Heinz-Erich Gödecke und John Hughes. Posaune, Tibetisches Horn, Didgeridoo und Kontrabass. Zwei mal Bassinstrumente im Kontrapunkt. Harmonie und Dissonanz mit eigenen Kompositionen und freier Improvisation. Tiefe (nicht nur im Bassregister).

5. CURIOUS CASE (Hamburg): Moderner Jazz, Hard- wie Bebop, um die Saxophonistin Anna-Lena Schnabel. Die spielt in mehr Bands als sie Finger hat. Hat diverse Preise für ihr Spiel im Schrank, und die Darmstädter internationalen Ferienkurse für Neue Musik absolviert. Ihr Instrument hat sie schon in China, Australien, Polen, Frankreich, Russland, Ungarn und der Türkei aus dem Koffer geholt. Die Hamburgerin ist 23 Jahre alt.

6. THE THING (Schweden): Mats Gustafsson sein Trio. Die Norweger/Schweden sind an Intensität schwer zu toppen und haben im letzten Jahr mit einer Kollaboration mit NENEH CHERRY unter dem Namen THE CHERRY THING begeistert, Gustafsson in diesem Jahr mit seinem FIRE! ORCHESTRA.

Abgerundet werden die Abende durch die DJs HEIKO GOGOLIN (PINGIPUNG Records) am 22.11. und am 23.11. von BOOTY CARREL (GROOVE CITY, ByteFM, GOLDEN PUDEL CLUB).

 

Ale Dumbsky & Harald Retzbach, betreiben die Sendung BONUS REFERAT auf ByteFM. Retzbach ist ansonsten freier Konzertveranstalter, Dumbsky der Herausgeber des READ Magazins.

 

Jazz & The Edge Of ThePlate wird unterstützt vom Jazzbüro Hamburg e.V., Elbjazz Club, Bezirksamt Altona und Groove City Recordstore.

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